2011 Kostenschub von 8,5 %

Das Gesundheitswesen in der Schweiz wird teurer und teurer und längst ist kein Ende in Sicht. Mitunter betroffen von den steigenden Kosten sind Bund und Kantone, die stetig wachsende Sozialausgaben gewähren müssen. Das Bundesamt für Gesundheit schätzt die Ausgaben des Bundes für die Prämienverbilligung 2011 auf 2,143 Milliarden Franken - das sind 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit gibt die Eidgenossenschaft erstmals gleich viel (Steuer-)Gelder für Prämiensubventionen aus, wie sie dies für die Eidgenössischen Hochschulen tut.

Den noch grösseren Anteil am bitter schmeckenden Kuchen haben die Kantone. Diese müssen für das Jahr 2010 rund 3,9 Milliarden Franken budgetieren. Die höchsten Ausgaben hat dabei der Kanton Zürich, mit 679 Millionen Franken, die meisten Ausgaben pro Kopf weist mit 1′490 Franken der Kanton Genf aus. Im Vergleich dazu giebt der Kanton Zug lediglich 401 Franken pro Einwohner aus, die Kantone Appenzell Innerrhoden und Nidwalden gar nur rund 330 Franken.

In der nachfolgenden Liste haben wir die Kosten im Millionen Franken zusammengefasst, wie sie den Kantonen im 2010 anfallen:

Zürich 697
Bern  500
Waadt 387
Genf 284
Tessin  245
Aargau 208
St. Gallen 179
Luzern 168
Wallis 167
Freiburg 143
Basel-Stadt 140
Thurgau 127
Solothurn 115
Basel-Landschaft 113
Neuenburg 87
Graubünden 73
Zug 46
Schwyz 45
Schaffhausen 42
Jura 39
Appenzell Ausserrhoden 26
Obwalden 17
Uri 15
Glarus 14
Nidwalden 14
Appenzell Innerrhoden 5
Total 3,9 Mia. Quelle: Budgets und Abrechnungen der Kantone. Der Kanton Bern gibt nur die Minimalausgaben an, nur die Zahlen aus dem 2009 liefert das Tessin. Zusammen mit den Ausgaben des Bundes belaufen sich die Sozialleistungen in Zusammenhang mit den Prämienverbilligungen in diesem Jahr auf rund 4,9 Milliarden Franken, 2011 werden diese auf über 5,1 Milliarden zu schätzen sein.

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