Auswirkungen der Rezession

Es gibt verschiedene Indizien dafür, ob die Wirtschaft mit einer Rezession rechnet. Zum einen ist der Stellenabbau ein klares Zeichen für sich schwierig gestaltende Geschäftsgänge und auf der anderen Seite bedeuten sinkende Preise für Rohstoffe wie zum Beispiel Öl, dass die Nachfrage dafür nachlässt, weil nicht im gleichen Masse wie bisher produziert wird.

Dabei ist nicht klar, ob eine Rezession erst bevorsteht, oder ob diese schon da ist. Die Gewissheit hat man erst, wenn die Geschäftszahlen der letzten zwei Quartale in ihrer Gesamtheit einen negativen Wachstum ausweisen. Bis man eine Rezession als solche nachweisen kann, steckt man also schon mindestens sechs Monate drin. Dies hat allerdings auch etwas Beruhigendes: Eine Rezession dauerte in der Vergangenheit im Durchschnitt rund 13 Monate, so dass man bereits auf ein Ende der Krise hoffen kann.

Doch was bedeutet eine Rezession für die Krankenkassenprämien?

Eine direkte Auswirkung hat eine Rezession für die Prämien nicht. Im aktuellen Fall wurden die Prämienerhöhungen für das kommende Jahr bereits im Spätsommer beim Bundesrat beantragt. Darin enthalten ist eine Prognose, wie sich die Gesundheitskosten in den nächsten 12 Monaten entwickeln werden. Wie oben beschrieben ist eine Rezession aber ein Blick in die Vergangenheit und so würde sich eine solche frühestens bei der Berechnung für das Jahr 2010 niederschlagen. Bis dahin sieht die Wirtschaftslage aber wieder ganz anders aus, Preise für Rohstoffe haben sich erholt und Kosten für zuvor eingespartes Personal steigen wieder an. Dauert die Rezession aber länger als im Durchschnitt und steigen die Preise für Rohstoffe (die z.B. auch die Kosten in Spitälern beeinflussen) kann man sogar auf fallende Prämien hoffen.

Damit zu rechnen wäre aber vermessen. Bis zur nächsten Prämienberechnung dauert es noch ein Weilchen und bis dahin werden noch einige andere Faktoren massgebend sein. Heute eine Prognose darüber zu wagen, wie sich die Prämien aufgrund der Rezession entwickeln werden birgt noch zu viele Unsicherheitsfaktoren in sich. Deswegen die Ferien abzusagen, wäre verfrüht.

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