Billigkassen werden massiv teurer
Mit einer bereits im Juni dieses Jahres an die Krankenkassen erteilte, aber erst jetzt bekannt gewordenen Weisung, will der Bund den so genannten “Billigkassen” den Garaus machen. Ziel ist eine faire Prämienverteilung – erreicht wird damit wohl aber eher ein Prämienschock für Mitglieder von Billigkassen.
Im Juli 2009 hat der Bundesrat und das Eidg. Departement des Innern (EDI) verschiedene Sofortmassnahmen beschlossen, um die Kosten im Gesundheitssektor zu senken. Ziel einer ersten Massnahme waren dabei die Preise für Medikamente und sollte dazu führen, dass Kosten im Umfang von rund 400 Millionen eingespart werden können. Quasi einen Schritt rückwärts macht nun aber das Bundesamt für Gesundheit (BAG). In einer Weisung wurden die Krankenkassen angehalten, für die Prämienberechnung 2010, die in eigenen Billigkassen entstehenden Verwaltungskosten nicht innerhalb des Mutterkonzerns umzuverteilen. Der “Verdacht” des Bundes ist es offenbar, dass die Verwaltungskosten der Billigkassen an die teureren Kassen überwälzt werden. Auch Kapitalgewinne würden den Billigkassen gutgeschrieben werden. Dies alles, damit die Prämien der Billigkassen tief gehalten werden können. Dadurch würden aber die Kunden der teuren Hauptkasse höhere Prämien bezahlen, was nicht dem Verursacherprinzip entspreche, argumentiert der Bund weiter.
Die führenden Krankenkassen nahmen die Weisung wohl mit Zähneknirschen zur Kenntnis, denn lange Zeit war keine Reaktion von den Kassen zu spüren. Wohl auch die Mitglieder von Billigkassen werden sich ärgern, denn sie müssen einen im Verhältnis höheren Prämienanstieg befürchten. Die Helsana allerdings liess verlauten, man werde sich an diese Weisung nicht halten und bestreitet gleichzeitig, dass Kosten auf diese Weise umverteilt würden. Die Helsana unterhält mit Aerosana, Avanex und Maxi.ch selber drei solche Billigkassen und spricht von anderen Kostentreibern, wie Betriebsaufwand, Prämienvolumen und Anzahl der Kunde, wie ein Sprecher gegenüber dem “Tagesanzeiger”festhält.
Billigkassen sorgen auf nationaler Ebene schon seit längerer Zeit für Ärger. Der Ständerat beantragte im vergangenen Jahr bereits deren Verbot. Davon ausgehend, dass die Vorgehensweise vieler Kassen tatsächlich jene ist, Kosten umzuverteilen und unabhängig davon, ob die Kassen damit fair handeln: Die Folgen für Versicherte, die auf billige Krankenkassenprämien angewiesen sind, ist fatal. Ihre Prämien werden deutlich höher steigen, als die allgemein befürchteten 10 Prozent.
Billigkassen massiv teurer…
Billigkassen werden 2010 massiv teurer. Dies nachdem der Bund eine Weisung erteilt hat, wonach der Mutterkonzern seine Billigkassen nicht subventionieren darf….
Couchepin hat auf der ganzen Linie katastrophal versagt wie zuvor Dreifuss! Meine Prämienerhöhung beträgt über 54%!!!
So werde ich zu einem unsinnigen und Arbeit produzierenden Kassenwechsel gezwungen.
Die vom BAG und vor allem ihr grossmauliger walliser Chef sind offenbar unheilbar krank und beschäftigen sich selbst mit Steuergeldern ebenso sinnlos.