Krankenkasse 2012: woran man heute schon denken muss

иконографияиконописNoch vor wenigen Jahren reichte es, sich im Herbst um die Krankenkasse zu kümmern. In einer Gesellschaft die Versicherungen am liebsten abschliesst um dann nie wieder daran denken zu müssen, war es schon eine Parforceleistung sich per Ende Jahr wenigstens nach einem günstigeren Anbieter umzusehen. Doch heutzutage wird man mit den Belangen der Krankenkasse bereits im Frühling des Vorjahres konfrontiert. Einerseits sind zum Teil längere Kündigungstermine einzuhalten, andererseits spart nur, wer sich rechtzeitig um seine Versicherung kümmert.

7,6 % Prämienerhöhung im 2011

Freilich sind die Zahlen die heute über Prämienerhöhungen herumgereicht werden reine Spekulation und deshalb mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen.  Betrachtet man die Zahlen die vom Krankenkassenverband Santésuisse im letzten Jahr und in regelmässigen Abständen publiziert wurden, kommt man nicht umhin zu vermuten, dabei handle es sich um politisch motivierte Publikationen – aber bestimmt nicht um ernstzunehmende Prognosen. Anfang 2010 sprach der Verband im Einklang mit dem damaligen Gesundheitsminister von Prämienerhöhungen im zweistelligen Bereich, um im Sommer die vormaligen Annahmen wieder zu relativieren. Aus diesem Grund kommt die für das 2012 prognostizierte Erhöhung von 7,6 Prozent nicht über den Status einer Schätzung hinaus, zumal Santésuisse davon ausgeht, dass die Unterschiede in den verschiedenen Kantonen “sehr gross” sei.  Ein noch ungewisser Faktor ist dabei die Neuregelung der Spitalfinanzierung. Diese tritt am 1. Januar 2012 in Kraft. Dabei wird statt nach Aufenthaltstagen im Spital, eine leistungsorientierte Vergütung nach Fallpauschale berechnet. In einer Übergangszeit ist dabei mit einem Prämienschub von durchschnittlich 1,6 Prozent zu rechnen, wobei im Tessin oder im Kanton Graubünden sogar mit einer Prämiensenkung zu rechnen ist. Gefestigte Zahlen gibt es zwar noch keine, doch Santésuisse legt sich aufgrund der weiteren Faktoren fest auf einen deutlichen Prämienanstieg von durchschnittlich 7,6%.

Wichtige Termine

Bei diesen Prämienangaben handelt es sich immer um die Obligatorische Grundversicherung. Diese kann unabhängig davon ob sie im kommenden Jahr steigt oder nicht per 30. November 2011 gekündigt werden. Anders sieht es bei den Zusatzversicherungen aus. Oft liegt die Kündigungsfrist bei drei Monaten, sind also per Ende September zu kündigen. Eine zunehmende Zahl von Krankenkassen verlängert die Kündigungsfrist für Zusatzversicherungen auf 6 Monate. Was für den Anbieter den Vorteil hat, genauere Berechnungen für das folgende Jahr anzustellen, ist ein grosser Nachteil für den Versicherungsnehmer.  Lesen Sie die Allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB) ihrer Zusatzversicherungen genau durch. Beträgt die Kündigungsfrist 6 Monate, lohnt es sich heute schon, sich nach günstigeren Prämien umzusehen – eine allfällige Kündigung muss bis am 30. Juni bei Ihrer Versicherung eingetroffen sein.

Prämien sparen kann man mit der Wahl der günstigsten Anbieters, oder mit einer höheren Wahlfranchise. Menschen mit kleinem Einkommen können darüber hinaus eine Prämienverbilligung bei der Wohngemeinde beantragen. Versicherte, deren steuerbares jährliches Einkommen eine bestimmte Höhe nicht übersteigt, haben Anspruch auf Verbilligung der Krankenkassen-Prämien. Die Regelungen hierüber ist je nach Kanton und Zivilstand verschieden. Klicken Sie nachfolgend auf Ihren Wohnkanton um weitere Informationen über diese sogenannte “Individuelle Prämienverbilligung (IPV) zu erhalten: AG, AI, AR, BE, BL, BS, FR, GL, GR, JU, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, VS, ZG, ZH, ZH (Stadt). Achtung: letzter Termin für einen Antrag ist der 31. Mai 2010!

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