Schönheits-Operationen

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Das Bundesamt für Gesundheit drückt es sehr nüchtern aus: Schönheits-OP’s werden von der Grundversicherung bezahlt, wenn ohne deren Durchführung “der Patient in seiner körperlichen oder psychischen Gesundheit beeinträchtigt wäre”. Das kommt häufiger vor, als man denkt. Rückenschmerzen, die ohne Brustverkleinerung nicht zu beseitigen sind, Nasenkorrekturen für freies Atmen, und so weiter. Aber auch freiwillige Faltenglättungen werden offenbar immer beliebter. In beiden Fällen stellt sich die grundlegende Frage: Welches ist der richtige Arzt für den Eingriff? ACREDIS verleiht plastischen Chirurgen ein Qualitäts-Gütesiegel.

Dem Hausarzt mag man den Wunsch nach einer körperlichen Veränderung nicht herantragen wollen. Auch will man sich nicht im Spital irgend einem Arzt anvertrauen, der gerade da ist. An dieser Stelle bietet ACREDIS einen unverzichtbaren Service: Die unabhängige Informationsplattform bietet eine Orientierungshilfe für alle Fragen rund um das Thema Schönheitschirurgie. ACREDIS unterstützt Patienten bei der sicheren Arzt-Auswahl, dem Auffinden der geeigneten Spezialisten und beantwortet unabhängig alle Fragen zur bevorstehenden Operation. ACREDIS bietet diese Dienstleistungen telefonisch oder im persönlichen Gespräch an und gewährleistet damit eine seriöse Beratung. In ihren Datenbanken hält die Beratungsfirma Leistungen und Qualität eines Arztes fest und ordnet diese nach über 300 strengen Qualitätskriterien. Neben der fachlichen Qualifikation wird auch die Erfahrung eines Arztes berücksichtigt, sowie die Zufriedenheit seiner Patienten. Ein Beirat, bestehend aus erfahrenen Fachärzten erarbeiten in Zusammenarbeit mit unabhängigen Qualitätsauditoren und Vertretern der Schweizerischen Patientenorganisation SPO die einzuhaltenden Standards. Ärzte, die über ein ACREDIS-Gütezeichen verfügen, gelten als ausgewiesene Spezialisten, denen man als Patient zu 100 Prozent vertrauen kann. Das Netz geprüfter und zertifizierter Ärzte zählt derzeit über 80 Ärzte uns Spezialisten und deckt die Ballungszentren in der Schweiz und in Deutschland ab.

Eine gute Sache

Dass das Beratungszentrum eine hilfreiche Institution ist, hat unlängst auch der Beobachter in der Ausgabe vom  6. August 2009 festgestellt und verweist auf einen Beitrag über ACREDIS, der bereits im Juli 2007 erschienen ist, der die Seriosität der Beratung unterstreicht. Endlich sei ein unabhängiges Beratungszentrum für Plastische Chirurgie entstanden, das erkennen liesse, auch welche Eingriffe ein Arzt spezialisiert sei, steht geschrieben. In vielen Fällen bieten Ärzte nämlich die ganze Palette operativer Eingriffe an, ohne dass man als Kunde aber erkennt, auf welchen Gebieten der Arzt möglicherweise noch keine Erfahrungen gemacht hat. ACREDIS bietet für nötige und freiwillige Schönheits-Operationen die passende Entscheidungshilfe.

Krankenversicherung: Änderung der Verordnung über den Risikoausgleich

Zur Umsetzung der Revision des Risikoausgleichs in der Krankenversicherung, hat der Bundesrat Anpassungen der entsprechenden Verordnung verabschiedet. 2007 beschloss das Parlament, den heute geltenden Risikoausgleich mit dem Kriterium Aufenthalt in einem Spital oder Pflegeheim im Vorjahr zu ergänzen.

Das Parlament beschloss, dass der Risikoausgleich ab 2012 aufgrund einer revidierten Formel zu berechnen ist. Bisher galten nur Alter und Geschlecht als Kriterium. Versicherer, die unter ihren Versicherten weniger Frauen und weniger ältere Personen haben als der Durchschnitt aller Versicherer, mussten der Gemeinsamen Einrichtung KVG zugunsten von Versicherern mit überdurchschnittlich vielen Frauen und älteren Personen Abgaben entrichten. Gemäss der revidierten Ausgleichsformel wird neben dem Alter und dem Geschlecht neu auch der Aufenthalt in einem Spital oder Pflegeheim im Vorjahr, welcher länger als drei Tage dauert, mitberücksichtigt.

Die Vorlage präzisiert insbesondere das neue Ausgleichskriterium Aufenthalt in einem Spital oder einem Pflegeheim im Vorjahr. Die Versicherer haben bereits ab dem Jahr 2010 Daten für den revidierten Risikoausgleich zu sammeln.

Ein Wort zur Autoversicherung

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Nicht nur Krankenkassen sind ein allgegenwärtiges Thema im Herbst, auch die Autoversicherung sollte in diesen Monaten auf Zweckmässigkeit und Prämienhöhe geprüft werden. Allianz24 ist dabei eine der führenden Gesellschaften, um das eine mit dem anderen zu verbinden. Seit dem letzten Jahr sind sämtliche Dienstleistungen und Versicherungsoptionen der Allianz ohne Einschränkungen auch über das Internet verfügbar. Das heisst: Eine Einschränkung gibt es! Die Prämien können dank der vereinfachten Online-Abwicklungen sehr tief gehalten werden.

Mit Allianz24.ch kann man rund um die Uhr seine persönliche Prämie berechnen lassen.  Auch die Schadensabwicklung nimmt nur wenig Zeit in Anspruch und ganz allgemein wird bei Allianz24 mehr auf Effizienz als auf Papierkrieg gesetzt. Die Autoversicherung erhielt vom unabhängigen Vergleichdienst comparis dafür die Note 5,4 und gilt damit als die Autoversicherung mit der höchsten Kundenzufriedenheit.

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In der Regel können Autoversicherungen per Ende Jahr gekündigt werden, es muss dafür aber die Kündigungsfrist von drei Monaten eingehalten werden. Das bedeutet für die meisten Autolenker, dass die Kündigung bis am 30. September 2009 beim bisherigen Autoversicherer eingegangen sein muss. Und jetzt steht dem Sparen nichts mehr im Wege: Vergleichen Sie Ihre Police mit den Zahlen die Ihnen der Prämienrechner von Allianz24 anbietet. Einsparungen bis zu 30 Prozent liegen drin! Das reicht noch nicht? Allianz24 bietet noch mehr: Ab sofort kann man beim grossen Formel 1 VIP Wettbewerb mitmachen, der einerseits direkt auf dieser Seite läuft, aber auch über die Facebook-Community zu erreichen ist. Lösen sie knifflige Aufgaben und finden Sie im Quiz die richtigen Antworten und mit etwas Glück gehört Ihnen ein exklusives Formel 1 VIP Wochenende! Weitere Sofortpreise, sowie zwölf Fahrsicherheitstrainings, warten als Etappenpreise ebenfalls auf ihre Gewinner.

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Schweizer Treue kostet Millionen

Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Link zufolge, die im Auftrag der Konsumentenzeitschrift K-Tipp durchgeführt wurde, sind 90 Prozent der Schweizer Bürger mit ihrer Krankenkasse “zufrieden” bis “sehr zufrieden”. Nur “wenig zufrieden» zeigten sich rund 5 Prozent und  «gar nicht zufrieden» weitere 2,2 Prozent. Aus dieser Zufriedenheit folgt in der Regel Treue zur Krankenkasse - was den Prämienzahler aber Millionen von Franken kostet.

In wie weit diese Umfrage das Verhalten der Versicherten wiederspiegelt, wenn im Herbst die Prämien für das Jahr 2010 bekannt gegeben werden, ist noch unklar. Je nach Schätzung wechseln pro Jahr nur etwa 5 bis 15 Prozent aller Versicherten die Krankenkasse, maximal rund 20 Prozent nehmen eine Änderung der Franchise-Höhe vor. Es ist aber anzunehmen, dass die zuweilen als “massiv ausfallend” bezeichnete Prämienerhöhung viele Bürgerinnen und Bürger anregen wird, sich mit der persönlichen Versicherungssituation auseinander zu setzen.

Ein Wechsel kann sich nämlich in vielen Fällen lohnen. Einer weiteren Schätzung zufolge, könnten landesweit Millionenbeträge an Prämiengeldern eingespart werden, wenn alle Menschen zu der für sie billigsten Krankenkasse wechseln würden. Ob ein solches Verhalten allerdings ökonomisch und organisatorisch tragbar wäre muss stark bezweifelt werden, klagen doch alle Kassen über zu wenig Geld. Man kann sich vorstellen, dass diese Rechnung längerfristig nicht aufgehen kann, sowohl für die Kasse welche fast alle Versicherten verliert, als auch für die Kasse die Ihren Kundenstamm vervielfacht.

Solche Rechnereien behalten wahrscheinlich ohnehin rein spekulativen Charackter. Einerseits steigen die Prämien durchs Band weg in allen Kassen in etwa gleich stark, zum anderen gelten die Schweizerbürger als Treu gegenüber ihrer Krankenkasse. Diese Treue allerdings kostet den Prämienzahler Millionen. Um die aktuellen Prämien miteinander zu vergleichen, findet sich hier ein interessanter Link.

Billigkassen werden massiv teurer

Mit einer bereits im Juni dieses Jahres an die Krankenkassen erteilte, aber erst jetzt bekannt gewordenen Weisung, will der Bund den so genannten “Billigkassen” den Garaus machen. Ziel ist eine faire Prämienverteilung - erreicht wird damit wohl aber eher ein Prämienschock für Mitglieder von Billigkassen.

Im Juli 2009 hat der Bundesrat und das Eidg. Departement des Innern (EDI) verschiedene Sofortmassnahmen beschlossen, um die Kosten im Gesundheitssektor zu senken. Ziel einer ersten Massnahme waren dabei die Preise für Medikamente und sollte dazu führen, dass Kosten im Umfang von rund 400 Millionen eingespart werden können. Quasi einen Schritt rückwärts macht nun aber das Bundesamt für Gesundheit (BAG). In einer Weisung wurden die Krankenkassen angehalten, für die Prämienberechnung 2010, die in eigenen Billigkassen entstehenden Verwaltungskosten nicht innerhalb des Mutterkonzerns umzuverteilen. Der “Verdacht” des Bundes ist es offenbar, dass die Verwaltungskosten der Billigkassen an die teureren Kassen überwälzt werden. Auch Kapitalgewinne würden den Billigkassen gutgeschrieben werden. Dies alles, damit die Prämien der Billigkassen tief gehalten werden können. Dadurch würden aber die Kunden der teuren Hauptkasse höhere Prämien bezahlen, was nicht dem Verursacherprinzip entspreche, argumentiert der Bund weiter.

Die führenden Krankenkassen nahmen die Weisung wohl mit Zähneknirschen zur Kenntnis, denn lange Zeit war keine Reaktion von den Kassen zu spüren. Wohl auch die Mitglieder von Billigkassen werden sich ärgern, denn sie müssen einen im Verhältnis höheren Prämienanstieg befürchten.  Die Helsana allerdings liess verlauten, man werde sich an diese Weisung nicht halten und bestreitet gleichzeitig, dass Kosten auf diese Weise umverteilt würden.  Die Helsana unterhält mit Aerosana, Avanex und Maxi.ch selber drei solche Billigkassen und spricht von anderen Kostentreibern, wie Betriebsaufwand, Prämienvolumen und Anzahl der Kunde, wie ein Sprecher gegenüber dem “Tagesanzeiger”festhält.

Billigkassen sorgen auf nationaler Ebene schon seit längerer Zeit für Ärger. Der Ständerat beantragte im vergangenen Jahr bereits deren Verbot. Davon ausgehend, dass die Vorgehensweise vieler Kassen tatsächlich jene ist, Kosten umzuverteilen und unabhängig davon, ob die Kassen damit fair handeln: Die Folgen für Versicherte, die auf billige Krankenkassenprämien angewiesen sind, ist fatal. Ihre Prämien werden deutlich höher steigen, als die allgemein befürchteten 10 Prozent.

Warum Krankenkassenprämien steigen

Glaubt man den Sprechern von Krankenkassen und Vertretern derer Organisationen, steigen die Krankenkassenprämien nur aufgrund explodierender Gesundheitskosten. Hier und da wird noch die Finanzkrise verantwortlich gemacht, welche die Reserven (respektive die Gewinne auf die Reserven) hat schrumpfen lassen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, wie auch der “Beobachter” in seiner jüngsten Ausgabe berichtet.

Der Krankenkassenblog berichtete bereits im Februar dieses Jahres über die Kostenentwicklung, als bei der Helsana das Defizit von 215 Millionen Franken bekannt geworden war. Der grösste Krankenversicherer der Schweiz hat demnach pro Kunde ein Minus von 108 Franken erwirtschaftet. Nun stellt der Beobachter einen neue Zahl in den Raum: Pro Kunde betreibt eine Krankenkasse betriebliche Aufwendungen von bis zu 142 Franken. Diese Zahl ergibt sich laut Beobachter aus dem von den Versicherungen angegebenen Verwaltungsaufwand von rund einer Milliarde Franken im Jahre 2007. Damit seien die Kosten für Administration in nur sieben Jahren um fast 20 Prozent gestiegen. Alleine mit Teuerung oder Lohnkosten ist dieser anstieg nicht zu erklären, lagen diese in der gleichen Zeitspanne doch nur bei rund 8 Prozent.

Das zuständige Bundesamt für Gesundheit wiegelt indes ab. Dort geht man davon aus, dass von den Krankenkassenprämien lediglich etwa 5 Prozent in den Verwaltungsapparat fliessen und das Sparpotential eher gering sei. Tatsache ist, dass es unter den Versicherungen sehr grosse Unterschiede gibt. Dass es auch anders geht beweist die Krankenkasse assura. Vom Versicherten werden Belege erst eingefordert, wenn deren Gesamtbetrag die gewählte Franchise überschreitet. Auch Atupri beziffert Ihren Verwaltungsaufwand auf 89 Franken pro Versicherten - eine Einsparung von 53 Franken! Andere Krankenkassen wollen dagegen sämtliche entstandenen Arztkosten erfassen, was zu viel Papierkrieg, Briefverkehr und administrativen Kosten führt.

Die günstigste Kasse wählen

Würden sämtliche Versicherten auf einen Schlag zu ein und der selben Krankenkasse wechseln, würde diese die Verwaltungskosten auch nicht ohne Weiteres im Griff behalten können. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Menschen ihrer Krankenkasse oft die Treue halten, weshalb ein schlechtes Gewissen beim Wechsel in die günstigste Kasse nicht angebracht ist. Ob die reue aus Gründen des Vertrauens oder aus reiner Gemütlichkeit gehalten wird, ist unklar. Klar ist aber, dass die Leistungen der günstigsten Kasse  die genau gleichen sind, wie jene der teuersten Kasse. Erst beim Abschluss von Zusatzversicherungen sollte man sich die Mühe machen und die verschiedenen Angebote vergleichen. Auch hier gilt: Der Aufenthalt in der Halbprivatabteilung wird nicht teuerer, nur weil man den entsprechenden Zusatz bei der günstigsten Kasse abgeschlossen hat. Es ist das gute Recht jeder und jedes Versicherten, es den Krankenkassen gleich zu tun, die an jeder Ecke sparen wollen: Zahlen Sie nur soviel Prämien, wie sie wirklich müssen!

CONCORDIA verschenkt Monatsprämien

Meldungen über (steigende) Monatsprämien und zum Thema Kassenwechsel ist man sich vor allem aus den Herbstmonaten gewohnt. So scheint die Gratis-Aktion der CONCORDIA etwas verfrüht zu sein. Doch aufgepasst: Wer sich jetzt schon mit der Versicherung für das Jahr 2010 befasst kann viel Geld sparen. Die Aktion richtet sich aber auch an junge Familien die ihren Nachwuchs gut und günstig versichern wollen und auch Paare die einen neuen Hausstand gründen, werden sich über das Angebot freuen.

Die CONCORDIA verschenkt derzeit eine ganze Monatsprämie der Grundversicherung. Ziel dieses Angebotes ist es, das arg gebeutelte Portemonnaie etwas zu schonen. Eine Hilfe, die wohl manchem willkommen ist. Wer zudem von den vielfältigen Rabattmöglichkeiten auf Grund- und Zusatzversicherungen profitieren will, dem bietet die CONCORDIAоптични комуникациидивани ebenfalls Hand an: In der Familienversicherung werden Jugendlichen bis zum 16. Altersjahr die Prämien für Zusatzversicherungen gänzlich erlassen und auch ältere Familienangehörige profitieren von einem unvergleichbaren Rabattsystem. Sogar die Grundversicherung sinkt für kinderreiche Familien deutlich. Das Angebot ist jetzt online verfügbar und Sie können sich mit einer kostenlose Offerte das Angebot genau anschauen.

CONCORDIA verschenkt Monatsprämien. Weitere Informationen zu den Prämien der verschiedenen Krankenkassen, erhalten Sie auch weiterhin im Krankenkassenblog. Vorbeischauen lohnt sich.

Helsana: 108 Franken Verlust - Pro Person

Wie befürchtet, hat die Helsana 2008 einen hohen Verlust eingefahren. 215 Millionen Franken verlor die grösste Krankenkasse der Schweiz im vergangenen Jahr, wobei gestiegene Gesundheitskosten und die schlechte Finanzmarktlage als Gründe angeführt wurden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) räumte indes ein, die Prognosen bezüglich der Entwicklung der Kosten sei seitens des BAG in den vergangenen Jahren zu optimistisch gewesen. Medienberichten zufolge befürchten nun viele Experten, dass für das Jahr 2009 mit “furchterregenden” (NEWS) Prämienerhöhungen zu rechnen sei.

Auch wenn der Betrag von 215 Millionen auf den ersten Blick sehr hoch erscheint, ist zu bedenken, dass die Helsana fast 2 Millionen Versicherte zählt. Umgewälzt auf alle Versicherte hätte eine um 9 Franken höhere Monatsprämie (108 Franken für das ganze Jahr) zu einem ausgeglichenen Bilanz geführt.

Um eine Übersicht über die finanzielle Lage der Krankenkassen zu erlangen, erscheinen in diesem Artikel laufend die Schlussbilanzen der wichtigsten Krankenkassen.

Bisher bekannt:

Helsana, 2′000′000 Mitglieder. Verlust: Fr. 215′000′000

(wird aktualisiert)

Helsana rechnet mit hohem Verlust

Die Finanzkrise scheint nun auch die Schweizer Krankenversicherer erreicht zu haben. Die Helsana gab dieser Tage einen möglichen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe bekannt, gleichzeitig meldet sich Santésuisse, der Verband Schweizer Krankenkassen zu Wort: Die Finanzkrise sei nicht Hauptgrund zur Besorgnis.
Noch vor einigen Wochen durfte man eine nur moderate Erhöhung der Krankenkassenprämien zur Kenntnis nehmen. 2,9% würden diese im Durchschnitt steigen, dies meldete auch der Krankenkassenblog. Die Berechnungen für die Kosten im kommenden Jahr, wurden aber bereits im Sommer 2008 angestellt, als von einer Finanzkrise kaum etwas zu spüren war und noch im Oktober des gleichen Jahres liess sich Bundesrätin Doris Leuthard vernehmen, die Situation (die vielerorts “nur” als amerikanische Hypothekenkrise gehandelt wurde), hätten nur geringe Auswirkungen auf die Schweiz.
Musste man dieser Prognose damals schon mit Skepsis begegnen, ist die Gewissheit heute da: Die Finanzkrise wird bei der Helsana als Mitgrund für die massiven Verluste” im dreistelligen Millionenbereich” angegeben. Verluste, welche die gesetzlich vorgeschriebenen Reserven merklich schrumpfen lassen. Die genauen Zahlen sind erst nach dem Rechnungsabschluss Ende Jahr bekannt und dann werden auch andere Kassen ihre Zahlen präsentieren. Darüber, wie diese ausfallen werden, kann nur spekuliert werden. Der Sprecher der Helsana, Rob Hartmans weist ausserdem auf die steigenden Kosten im Gesundheitswesen hin, was die Prämienerhöhung für das Jahr 2010 viel eher antreiben werde.
In die gleiche Kerbe schlägt der Krankenkassenverband Santésuisse. Dieser ist besorgt über die sinkenden Reserven bei den Krankenversicherern. Als Grund stehe aber nicht die Finanzkrise im Vordergrund, als viel mehr die Kostensteigerung im Gesundheitswesen, wie Sprecher Felix Schneuwly gegenüber der Presse angibt.
Über das gewinnbringende Anlegen der Reserven, dürfen Krankenkassen selber entscheiden und investieren diese teilweise oder ganz in Aktien und Wertpapieren. Hier ist denn auch eine Gefahr für weitere Prämienerhöhungen zu erkennen. Sollte sich die Stimmung an den Märkten nicht erholen, könnte auch dies Auswirkungen auf die Prämien haben, wenn die Reserven beispielsweise so weit sinken, dass sie wieder aufgefüllt werden müssen.
Panik ist indes noch keine angesagt, auch Gedanken an einen Wechsel sollten nicht jetzt schon gemacht werden. Welche Folgen die Reserveeinbussen und die weiter steigenden Kosten auf die Prämien 2010 haben werden, kann noch nicht abgeschätzt werden, wie das Bundesamt für Gesundheit in einer Mitteilung schreibt. Man müsse die weitere Entwicklung  in der Finanzkrise abwarten. Gleichzeitig dürfte auch die Politik gefordert sein, welche sich mit den kostentreibenden Faktoren im Gesundheitswesen befassen muss.

Unbezahlte Prämien und die Folgen

In der Schweiz gilt, dass Krankenkassen keine Leistungen mehr erbringen, sobald ausstehende Prämien auf dem Betreibungsweg eingeholt werden müssen. Ungeachtet ob diese Regelung der Zahlungsmoral zuträglich ist, entstehen daraus eine Vielzahl Probleme mit Konsequenzen nicht nur für die nicht mehr versicherten Personen.

Spitäler beklagen Ausstände von inzwischen über 80 Millionen Franken. Tendenz steigend. Grund dafür ist, dass die Krankenkassen Rechnungen von Ärzten und Spitälern nicht mehr begleichen, wenn Patienten ihre Prämien nicht zahlen wollen oder können. Diese werden dann gegenüber dem behandelnden Arzt zahlungspflichtig und neben dem womöglich immer noch andauernden persönlichen Leid und der Betreibung seitens der Krankenkasse, flattern auch noch immens hohe Spitalrechnungen ins Haus, die zwangsläufig auch betrieben werden müssen.

Gegen 150′000 Menschen seien in der Schweiz derzeit nicht durch eine Krankenkasse versichert und dieser Notstand werde durch die aktuell gültige Regelung nur noch weiter verschärft. Dadurch dass sich betroffene Patienten in einer Abwärtsspirale drehten, sei eine Rettung meistens aussichtslos. Die Verschuldung steigt, der Gesundheitszustand sinkt weiter - Ein Teufelskreis. Mit dieser Argumentation versucht der Arzt Dr. David Winizki in einem Leserbrief an die Vernunft der Politik zu appellieren. Winizki ist selber mit unbezahlten Rechnungen konfrontiert und muss auch über unbezahlte Leistungen Buch führen.  Daneben sieht er aber auch das Leid der Menschen, denen er helfen will.

Mit weit höheren Ausfällen haben die Spitäler zu kämpfen: Das Inselspital Bern beklagte anfangs 2008 Fehlbeträge von 4,7 Millionen Franken, im Unispital Zürich fehlten wegen schlechter Zahlungsmoral 2 Millionen Franken.

Die Folge: Früher oder später müssen sich Sozialämter um die Ausstände kümmern. Doch selbst wenn die betroffenen Patienten Willens sind, ihrer Schuld nachzukommen sind sie in vielen Fällen gar nicht in der Lage. In der Folge bleiben die Kosten bei den Gemeinden und den Kantonen hängen - genauer: Beim Steuerzahler.

Um dieser Spirale ein Ende zu setzen, ist die Politik gefordert. Statt sich das Problem gegenseitig zuzuschieben wären Lösungen zur Entlastung der Versicherten sicher ein probates Mittel um nicht einer Finanzierungskrise entgegen zu steuern. Ob sich die Idee durchsetzen wird, ein ähnliches System wie bei der AHV anzuwenden, wie sie Winizki in seinem Leserbrief vorschlägt, steht noch in den Sternen.  Bis dahin ist aber dringend zu empfehlen, Krankenkassenprämien pünktlich zu bezahlen. Die finanziellen Folgen die durch das Nichtbezahlen entstehen stehen in keinem Verhältnis zu der einen oder anderen gesparten Monatsprämie. Wer auf diese Weise bei den Prämien für die Krankenkasse spart, spart am falschen Ort.