Mit einer bereits im Juni dieses Jahres an die Krankenkassen erteilte, aber erst jetzt bekannt gewordenen Weisung, will der Bund den so genannten “Billigkassen” den Garaus machen. Ziel ist eine faire Prämienverteilung – erreicht wird damit wohl aber eher ein Prämienschock für Mitglieder von Billigkassen.
Im Juli 2009 hat der Bundesrat und das Eidg. Departement des Innern (EDI) verschiedene Sofortmassnahmen beschlossen, um die Kosten im Gesundheitssektor zu senken. Ziel einer ersten Massnahme waren dabei die Preise für Medikamente und sollte dazu führen, dass Kosten im Umfang von rund 400 Millionen eingespart werden können. Quasi einen Schritt rückwärts macht nun aber das Bundesamt für Gesundheit (BAG). In einer Weisung wurden die Krankenkassen angehalten, für die Prämienberechnung 2010, die in eigenen Billigkassen entstehenden Verwaltungskosten nicht innerhalb des Mutterkonzerns umzuverteilen. Der “Verdacht” des Bundes ist es offenbar, dass die Verwaltungskosten der Billigkassen an die teureren Kassen überwälzt werden. Auch Kapitalgewinne würden den Billigkassen gutgeschrieben werden. Dies alles, damit die Prämien der Billigkassen tief gehalten werden können. Dadurch würden aber die Kunden der teuren Hauptkasse höhere Prämien bezahlen, was nicht dem Verursacherprinzip entspreche, argumentiert der Bund weiter.
Die führenden Krankenkassen nahmen die Weisung wohl mit Zähneknirschen zur Kenntnis, denn lange Zeit war keine Reaktion von den Kassen zu spüren. Wohl auch die Mitglieder von Billigkassen werden sich ärgern, denn sie müssen einen im Verhältnis höheren Prämienanstieg befürchten. Die Helsana allerdings liess verlauten, man werde sich an diese Weisung nicht halten und bestreitet gleichzeitig, dass Kosten auf diese Weise umverteilt würden. Die Helsana unterhält mit Aerosana, Avanex und Maxi.ch selber drei solche Billigkassen und spricht von anderen Kostentreibern, wie Betriebsaufwand, Prämienvolumen und Anzahl der Kunde, wie ein Sprecher gegenüber dem “Tagesanzeiger”festhält.
Billigkassen sorgen auf nationaler Ebene schon seit längerer Zeit für Ärger. Der Ständerat beantragte im vergangenen Jahr bereits deren Verbot. Davon ausgehend, dass die Vorgehensweise vieler Kassen tatsächlich jene ist, Kosten umzuverteilen und unabhängig davon, ob die Kassen damit fair handeln: Die Folgen für Versicherte, die auf billige Krankenkassenprämien angewiesen sind, ist fatal. Ihre Prämien werden deutlich höher steigen, als die allgemein befürchteten 10 Prozent.
August 17th, 2009 | Posted in Allgemeine News | 2 Comments
Glaubt man den Sprechern von Krankenkassen und Vertretern derer Organisationen, steigen die Krankenkassenprämien nur aufgrund explodierender Gesundheitskosten. Hier und da wird noch die Finanzkrise verantwortlich gemacht, welche die Reserven (respektive die Gewinne auf die Reserven) hat schrumpfen lassen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, wie auch der “Beobachter” in seiner jüngsten Ausgabe berichtet.
Der Krankenkassenblog berichtete bereits im Februar dieses Jahres über die Kostenentwicklung, als bei der Helsana das Defizit von 215 Millionen Franken bekannt geworden war. Der grösste Krankenversicherer der Schweiz hat demnach pro Kunde ein Minus von 108 Franken erwirtschaftet. Nun stellt der Beobachter einen neue Zahl in den Raum: Pro Kunde betreibt eine Krankenkasse betriebliche Aufwendungen von bis zu 142 Franken. Diese Zahl ergibt sich laut Beobachter aus dem von den Versicherungen angegebenen Verwaltungsaufwand von rund einer Milliarde Franken im Jahre 2007. Damit seien die Kosten für Administration in nur sieben Jahren um fast 20 Prozent gestiegen. Alleine mit Teuerung oder Lohnkosten ist dieser anstieg nicht zu erklären, lagen diese in der gleichen Zeitspanne doch nur bei rund 8 Prozent.
Das zuständige Bundesamt für Gesundheit wiegelt indes ab. Dort geht man davon aus, dass von den Krankenkassenprämien lediglich etwa 5 Prozent in den Verwaltungsapparat fliessen und das Sparpotential eher gering sei. Tatsache ist, dass es unter den Versicherungen sehr grosse Unterschiede gibt. Dass es auch anders geht beweist die Krankenkasse assura. Vom Versicherten werden Belege erst eingefordert, wenn deren Gesamtbetrag die gewählte Franchise überschreitet. Auch Atupri beziffert Ihren Verwaltungsaufwand auf 89 Franken pro Versicherten – eine Einsparung von 53 Franken! Andere Krankenkassen wollen dagegen sämtliche entstandenen Arztkosten erfassen, was zu viel Papierkrieg, Briefverkehr und administrativen Kosten führt.
Die günstigste Kasse wählen
Würden sämtliche Versicherten auf einen Schlag zu ein und der selben Krankenkasse wechseln, würde diese die Verwaltungskosten auch nicht ohne Weiteres im Griff behalten können. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Menschen ihrer Krankenkasse oft die Treue halten, weshalb ein schlechtes Gewissen beim Wechsel in die günstigste Kasse nicht angebracht ist. Ob die reue aus Gründen des Vertrauens oder aus reiner Gemütlichkeit gehalten wird, ist unklar. Klar ist aber, dass die Leistungen der günstigsten Kasse die genau gleichen sind, wie jene der teuersten Kasse. Erst beim Abschluss von Zusatzversicherungen sollte man sich die Mühe machen und die verschiedenen Angebote vergleichen. Auch hier gilt: Der Aufenthalt in der Halbprivatabteilung wird nicht teuerer, nur weil man den entsprechenden Zusatz bei der günstigsten Kasse abgeschlossen hat. Es ist das gute Recht jeder und jedes Versicherten, es den Krankenkassen gleich zu tun, die an jeder Ecke sparen wollen: Zahlen Sie nur soviel Prämien, wie sie wirklich müssen!
August 6th, 2009 | Posted in Prämien News | 1 Comment
Meldungen über (steigende) Monatsprämien und zum Thema Kassenwechsel ist man sich vor allem aus den Herbstmonaten gewohnt. So scheint die Gratis-Aktion der CONCORDIA etwas verfrüht zu sein. Doch aufgepasst: Wer sich jetzt schon mit der Versicherung für das Jahr 2010 befasst kann viel Geld sparen. Die Aktion richtet sich aber auch an junge Familien die ihren Nachwuchs gut und günstig versichern wollen und auch Paare die einen neuen Hausstand gründen, werden sich über das Angebot freuen.
Die CONCORDIA verschenkt derzeit eine einen Teil der Prämienkosten. Ziel dieses Angebotes ist es, das arg gebeutelte Portemonnaie etwas zu schonen. Eine Hilfe, die wohl manchem willkommen ist. Wer zudem von den vielfältigen Rabattmöglichkeiten auf Grund- und Zusatzversicherungen profitieren will, dem bietet die CONCORDIAоптични комуникациидивани ebenfalls Hand an: In der Familienversicherung werden Jugendlichen bis zum 16. Altersjahr die Prämien für Zusatzversicherungen gänzlich erlassen und auch ältere Familienangehörige profitieren von einem unvergleichbaren Rabattsystem. Das Angebot ist jetzt online verfügbar und Sie können sich mit einer kostenlose Offerte das Angebot genau anschauen.
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CONCORDIA verschenkt Monatsprämien. Weitere Informationen zu den Prämien der verschiedenen Krankenkassen, erhalten Sie auch weiterhin im Krankenkassenblog. Vorbeischauen lohnt sich.
Februar 8th, 2009 | Posted in Krankenkassen, Spar Tipps | No Comments
Wie befürchtet, hat die Helsana 2008 einen hohen Verlust eingefahren. 215 Millionen Franken verlor die grösste Krankenkasse der Schweiz im vergangenen Jahr, wobei gestiegene Gesundheitskosten und die schlechte Finanzmarktlage als Gründe angeführt wurden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) räumte indes ein, die Prognosen bezüglich der Entwicklung der Kosten sei seitens des BAG in den vergangenen Jahren zu optimistisch gewesen. Medienberichten zufolge befürchten nun viele Experten, dass für das Jahr 2009 mit “furchterregenden” (NEWS) Prämienerhöhungen zu rechnen sei.
Auch wenn der Betrag von 215 Millionen auf den ersten Blick sehr hoch erscheint, ist zu bedenken, dass die Helsana fast 2 Millionen Versicherte zählt. Umgewälzt auf alle Versicherte hätte eine um 9 Franken höhere Monatsprämie (108 Franken für das ganze Jahr) zu einem ausgeglichenen Bilanz geführt.
Januar 30th, 2009 | Posted in Allgemeine News, Prämien News | No Comments
Die Finanzkrise scheint nun auch die Schweizer Krankenversicherer erreicht zu haben. Die Helsana gab dieser Tage einen möglichen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe bekannt, gleichzeitig meldet sich Santésuisse, der Verband Schweizer Krankenkassen zu Wort: Die Finanzkrise sei nicht Hauptgrund zur Besorgnis.
Noch vor einigen Wochen durfte man eine nur moderate Erhöhung der Krankenkassenprämien zur Kenntnis nehmen. 2,9% würden diese im Durchschnitt steigen, dies meldete auch der Krankenkassenblog. Die Berechnungen für die Kosten im kommenden Jahr, wurden aber bereits im Sommer 2008 angestellt, als von einer Finanzkrise kaum etwas zu spüren war und noch im Oktober des gleichen Jahres liess sich Bundesrätin Doris Leuthard vernehmen, die Situation (die vielerorts “nur” als amerikanische Hypothekenkrise gehandelt wurde), hätten nur geringe Auswirkungen auf die Schweiz.
Musste man dieser Prognose damals schon mit Skepsis begegnen, ist die Gewissheit heute da: Die Finanzkrise wird bei der Helsana als Mitgrund für die massiven Verluste” im dreistelligen Millionenbereich” angegeben. Verluste, welche die gesetzlich vorgeschriebenen Reserven merklich schrumpfen lassen. Die genauen Zahlen sind erst nach dem Rechnungsabschluss Ende Jahr bekannt und dann werden auch andere Kassen ihre Zahlen präsentieren. Darüber, wie diese ausfallen werden, kann nur spekuliert werden. Der Sprecher der Helsana, Rob Hartmans weist ausserdem auf die steigenden Kosten im Gesundheitswesen hin, was die Prämienerhöhung für das Jahr 2010 viel eher antreiben werde.
In die gleiche Kerbe schlägt der Krankenkassenverband Santésuisse. Dieser ist besorgt über die sinkenden Reserven bei den Krankenversicherern. Als Grund stehe aber nicht die Finanzkrise im Vordergrund, als viel mehr die Kostensteigerung im Gesundheitswesen, wie Sprecher Felix Schneuwly gegenüber der Presse angibt.
Über das gewinnbringende Anlegen der Reserven, dürfen Krankenkassen selber entscheiden und investieren diese teilweise oder ganz in Aktien und Wertpapieren. Hier ist denn auch eine Gefahr für weitere Prämienerhöhungen zu erkennen. Sollte sich die Stimmung an den Märkten nicht erholen, könnte auch dies Auswirkungen auf die Prämien haben, wenn die Reserven beispielsweise so weit sinken, dass sie wieder aufgefüllt werden müssen.
Panik ist indes noch keine angesagt, auch Gedanken an einen Wechsel sollten nicht jetzt schon gemacht werden. Welche Folgen die Reserveeinbussen und die weiter steigenden Kosten auf die Prämien 2010 haben werden, kann noch nicht abgeschätzt werden, wie das Bundesamt für Gesundheit in einer Mitteilung schreibt. Man müsse die weitere Entwicklung in der Finanzkrise abwarten. Gleichzeitig dürfte auch die Politik gefordert sein, welche sich mit den kostentreibenden Faktoren im Gesundheitswesen befassen muss.
Dezember 20th, 2008 | Posted in Allgemeine News, Prämien News | No Comments
In der Schweiz gilt, dass Krankenkassen keine Leistungen mehr erbringen, sobald ausstehende Prämien auf dem Betreibungsweg eingeholt werden müssen. Ungeachtet ob diese Regelung der Zahlungsmoral zuträglich ist, entstehen daraus eine Vielzahl Probleme mit Konsequenzen nicht nur für die nicht mehr versicherten Personen.
Spitäler beklagen Ausstände von inzwischen über 80 Millionen Franken. Tendenz steigend. Grund dafür ist, dass die Krankenkassen Rechnungen von Ärzten und Spitälern nicht mehr begleichen, wenn Patienten ihre Prämien nicht zahlen wollen oder können. Diese werden dann gegenüber dem behandelnden Arzt zahlungspflichtig und neben dem womöglich immer noch andauernden persönlichen Leid und der Betreibung seitens der Krankenkasse, flattern auch noch immens hohe Spitalrechnungen ins Haus, die zwangsläufig auch betrieben werden müssen.
Gegen 150’000 Menschen seien in der Schweiz derzeit nicht durch eine Krankenkasse versichert und dieser Notstand werde durch die aktuell gültige Regelung nur noch weiter verschärft. Dadurch dass sich betroffene Patienten in einer Abwärtsspirale drehten, sei eine Rettung meistens aussichtslos. Die Verschuldung steigt, der Gesundheitszustand sinkt weiter – Ein Teufelskreis. Mit dieser Argumentation versucht der Arzt Dr. David Winizki in einem Leserbrief an die Vernunft der Politik zu appellieren. Winizki ist selber mit unbezahlten Rechnungen konfrontiert und muss auch über unbezahlte Leistungen Buch führen. Daneben sieht er aber auch das Leid der Menschen, denen er helfen will.
Mit weit höheren Ausfällen haben die Spitäler zu kämpfen: Das Inselspital Bern beklagte anfangs 2008 Fehlbeträge von 4,7 Millionen Franken, im Unispital Zürich fehlten wegen schlechter Zahlungsmoral 2 Millionen Franken.
Die Folge: Früher oder später müssen sich Sozialämter um die Ausstände kümmern. Doch selbst wenn die betroffenen Patienten Willens sind, ihrer Schuld nachzukommen sind sie in vielen Fällen gar nicht in der Lage. In der Folge bleiben die Kosten bei den Gemeinden und den Kantonen hängen – genauer: Beim Steuerzahler.
Um dieser Spirale ein Ende zu setzen, ist die Politik gefordert. Statt sich das Problem gegenseitig zuzuschieben wären Lösungen zur Entlastung der Versicherten sicher ein probates Mittel um nicht einer Finanzierungskrise entgegen zu steuern. Ob sich die Idee durchsetzen wird, ein ähnliches System wie bei der AHV anzuwenden, wie sie Winizki in seinem Leserbrief vorschlägt, steht noch in den Sternen. Bis dahin ist aber dringend zu empfehlen, Krankenkassenprämien pünktlich zu bezahlen. Die finanziellen Folgen die durch das Nichtbezahlen entstehen stehen in keinem Verhältnis zu der einen oder anderen gesparten Monatsprämie. Wer auf diese Weise bei den Prämien für die Krankenkasse spart, spart am falschen Ort.
Dezember 15th, 2008 | Posted in Allgemeine News, Krankenkassen | No Comments
Unklarheit besteht immer wieder bei der Frage, ob die Unfalldeckung in die Krankenkassenpolice gehört oder nicht. Grundsätzlich gilt, dass jede(r) in der Schweiz Lebende, gegen die Folgen von Unfällen versichert sein muss, unabhängig vom Alter und unabhängig davon ob einer bezahlten Arbeit nachgegangen wird.
Der Unterschied liegt darin, dass Arbeitnehmende durch den Arbeitgeber gegen die Kostenfolgen von Unfällen im Betrieb (BU) und gegen Nichtbetriebsunfälle (NBU) versichert sind. Diese Positionen müssen in der Lohnabrechnung festgehalten sein, wobei sich die Prämie nach einem festen Satz richtet, also nicht abhängig von der Höhe des Lohnes ist. Sollte diese Position auf der monatlichen Abrechnung fehlen, ist der Arbeitgeber umgehend zu informieren. Bei Unfällen haftet unter Umständen der Angestellte, wenn diesem eine Pflichtverletzung nachgewiesen werden kann.
Besonders Temporärbeschäftigte mit mehreren Arbeitgebern sollten aber auch darauf achten, nicht mehrfach versichert zu sein. Das ist zwar nicht verboten, ist aber eine recht unnütze Investition, da Leistungen für einen Unfall nur von einer Versicherung beansprucht werden können. Besteht bei einem der Berufe ein erhöhtes Unfallrisiko und wird dieses durch eine entsprechend höhere Prämie abgedeckt, ist unbedingt diese Versicherung zu wählen. Etwas abstrakt ausgedrückt: Die Unfallversicherung des Malateliers übernimmt wahrscheinlich die Kosten für den Unfall bei einem Hochseilakt nicht. Steht man bei mehreren Arbeitgebern unter Vertrag und soll die Prämie von einem der Arbeitgeber erlassen werden, so ist die anderweitige Bezahlung nachzuweisen.
Arbeitssuchende, Freiberufler und Selbstständige, aber auch Menschen die keinem bezahlten Erwerb nachgehen, wie zum Beispiel Hausfrauen und -männer müssen sich über die Krankenkasse gegen Unfall versichern lassen. Wird später ein bezahltes Arbeitsverhältnis eingegangen, bei welchem die Unfalldeckung eingeschlossen ist, muss dies der Krankenkasse mitgeteilt und belegt werden – zum Beispiel, indem eine aktuelle Lohnabrechnung beigelegt wird.
Die Unfallversicherung ist übrigens eine der meist beanspruchten in der Schweiz. Gegen 300’000 kleine und grosse Unfälle ereignen sich in einem Jahr, dabei stehen Unfälle im Haushalt an erster Stelle.
Dezember 1st, 2008 | Posted in Krankenkassen, Spar Tipps | No Comments
Es gibt verschiedene Indizien dafür, ob die Wirtschaft mit einer Rezession rechnet. Zum einen ist der Stellenabbau ein klares Zeichen für sich schwierig gestaltende Geschäftsgänge und auf der anderen Seite bedeuten sinkende Preise für Rohstoffe wie zum Beispiel Öl, dass die Nachfrage dafür nachlässt, weil nicht im gleichen Masse wie bisher produziert wird.
Dabei ist nicht klar, ob eine Rezession erst bevorsteht, oder ob diese schon da ist. Die Gewissheit hat man erst, wenn die Geschäftszahlen der letzten zwei Quartale in ihrer Gesamtheit einen negativen Wachstum ausweisen. Bis man eine Rezession als solche nachweisen kann, steckt man also schon mindestens sechs Monate drin. Dies hat allerdings auch etwas Beruhigendes: Eine Rezession dauerte in der Vergangenheit im Durchschnitt rund 13 Monate, so dass man bereits auf ein Ende der Krise hoffen kann.
Doch was bedeutet eine Rezession für die Krankenkassenprämien?
Eine direkte Auswirkung hat eine Rezession für die Prämien nicht. Im aktuellen Fall wurden die Prämienerhöhungen für das kommende Jahr bereits im Spätsommer beim Bundesrat beantragt. Darin enthalten ist eine Prognose, wie sich die Gesundheitskosten in den nächsten 12 Monaten entwickeln werden. Wie oben beschrieben ist eine Rezession aber ein Blick in die Vergangenheit und so würde sich eine solche frühestens bei der Berechnung für das Jahr 2010 niederschlagen. Bis dahin sieht die Wirtschaftslage aber wieder ganz anders aus, Preise für Rohstoffe haben sich erholt und Kosten für zuvor eingespartes Personal steigen wieder an. Dauert die Rezession aber länger als im Durchschnitt und steigen die Preise für Rohstoffe (die z.B. auch die Kosten in Spitälern beeinflussen) kann man sogar auf fallende Prämien hoffen.
Damit zu rechnen wäre aber vermessen. Bis zur nächsten Prämienberechnung dauert es noch ein Weilchen und bis dahin werden noch einige andere Faktoren massgebend sein. Heute eine Prognose darüber zu wagen, wie sich die Prämien aufgrund der Rezession entwickeln werden birgt noch zu viele Unsicherheitsfaktoren in sich. Deswegen die Ferien abzusagen, wäre verfrüht.
November 28th, 2008 | Posted in Prämien News | No Comments
In der Schweiz lebende Personen sind im Allgemeinen zu teuer versichert. Ganz besonders gilt dies für die Grundversicherung der Krankenkasse. Bei gleichem Leistungsumfang, können je nach Region und Alter des Versicherten bei einem Wechsel von der teuersten zur günstigsten Kasse mehrere hundert Franken im Jahr eingespart werden.
Grundsätzlich können Grund- und Zusatzversicherungen bei verschiedenen Krankenkassen abgeschlossen werden. Einige Krankenkassen koppeln Prämien der Zusatzversicherungen aber an die Frage, ob die Grundversicherung ebenfalls bei ihnen abgeschlossen wurde. Oft werden auch Familienrabatte angeboten, wenn alle im gleichen Haushalt lebenden Mitglieder bei der gleichen Krankenkasse versichert sind. Für Einzelpersonen, die auf zusätzliche Absicherungen verzichten möchten, lohnt es sich dagegen ganz besonders einen Blick auf die Preisgestaltung der verschiedenen Kassen zu werfen. Auch ein Wechsel im letzten Jahr zur günstigsten Kasse garantiert nicht, dass diese auch in der kommenden Periode die kostengünstigste ist. Umgekehrt bedeuten nicht ansteigende Prämien noch lange nicht, dass diese jetzt zu den günstigeren zählen.
Ein kurzer Check auf einer der unzähligen Vergleichsdienste im Internet bringt hier Klärung. Vergleichen Sie unbedingt die Preise der Grundversicherung und scheuen Sie sich nicht einen Wechsel zu vollziehen, auch wenn Sie schon Jahrzehnte bei der gleichen Kasse versichert sind. In der Grundversicherung sind alle Kassen gleich und sind von Gesetzeswegen zum Erbringen der Leistungen verpflichtet.
Wer sich in letzter Minute einen Wechsel der Kasse überlegen will, muss sich aber beeilen: Damit die Kündigung der Grundversicherung per 31. Dezember seine Gültigkeit hat, muss sich das entsprechende Schreiben bis am 30. November im Besitz der alten Krankenkasse sein.
Schicken Sie Ihre Kündigung immer per Einschreiben. Nur so haben sie den schriftlichen Nachweis, dass die Kasse Ihre Kündigung erhalten hat. Selbst wenn ein eingeschriebener Brief vom Empfänger nicht abgeholt wird, gilt dieser sieben Tage nach dessen Avisierung als abgeholt und Ihre Kündigung ist rechtskräftig. Sie können Ihre Kündigung auch persönlich bei Ihrer Vertretung vorbeibringen und sich den Empfang bestätigen lassen.
November 24th, 2008 | Posted in Krankenkassen | 1 Comment
Die Krankenkassen erhöhen die Prämien der Grundversicherung auf 2009 moderat. Gesamtschweizerisch steigen die Erwachsenenprämien um im Durchschnitt 2,6 %. Die Zunahme der durchschnittlichen Erwachsenenprämie nähert sich in einem Spektrum zwischen – 0,1 % im Kanton Genf sowie 6,7 % im Kanton Obwalden.
In 8 Kantonen (GE, JU, NE, SH, TG, TI, VD, ZH) steigen die Prämien unterhalb des Durchschnitts der Schweiz an und bewegen sich zwischen – 0,1 % und 2,5 %. 13 Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, FR, GL, GR, SO, SZ, VS, ZG) weisen eine Erhöhung zwischen 2,8 % und 4,7 % aus. In den übrigen 5 Kantonen (LU, NW, OW, SG, UR) erhöhen sich die Prämien zwischen 5,3 % und 6,7 %.
Innerhalb von jedem Kanton sowie jeglicher Prämienregion kann es grosse Differenzen zwischen der niedrigsten und der höchsten Prämie geben. Für die Versicherten lohnt sich aus diesem Grund ein Vergleich der individuellen Prämie. Dabei kann die persönliche Gegebenheit wie folgt variieren: Altersgruppe, mit oder ohne Unfalldeckung, Grund- oder Wahlfranchise, HMO- oder Hausarztmodell sowie weitere wählbare Versicherungsmodelle.
Information der Versicherten
Bis Ende Oktober müssen die Krankenkassen ihre Grundversicherten angepasst über die für sie geltenden Prämien, die angebotenen Franchisen sowie die in diesem Fall gewährten Rabatte ab 2009 aufklären. Die Versicherten haben dann bis Ende November Zeit, ihre Versicherung zu kündigen oder eine alternative Versicherungsform zu wählen. (Herausgeber: Bundesamt für Gesundheit)
Prämien vergleichen
Vergleichen Sie jetzt die Prämien mit dem Krankenkassen Prämienvergleich auf der Website Krankenkasse-Vergleich.ch.
Oktober 5th, 2008 | Posted in Prämien News | No Comments