Prämienerhöhung im Juli: Das müssen Sie tun

Wie vom Krankenkassenblog angekündigt, werden diverse Krankenkassen in diesem Sommer ihre Prämien ausserordentlich erhöhen. Im Idealfall bezahlen Sie aber sogar weniger Prämien – wenn Sie rechtzeitig wechseln.

Kunden der Kassen Provita und Sanatop haben hoffentlich eine Packung Tabletten gegen Kopfzerbrechen mitgeliefert bekommen, als sie den Brief ihrer Versicherung erhalten haben: Nach der Prämienerhöhung von bis zu 30% Ende vergangenen Jahres, schlägt ihre Krankenkassenprämie bereits per 1. Juli 2010 wieder auf. Weitere Kassen – auch grössere – sollen laut Medienberichten noch in diesem Jahr folgen. Nun stellen sich für die Versicherten zwei wichtige Fragen: Darf die Krankenkasse das und wie kann man sich dagegen wehren?

«Die Kassen dürfen Prämien erhöhen, sofern das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine unterjährige Prämienerhöhung erlaubt», sagt Santésuisse-Sprecher Felix Schneuwly zur ersten Frage und macht damit klar, dass man sich gegen die Prämienerhöhung grundsätzlich nicht wehren kann. Aber es gibt dennoch eine Lösung, wie man den Prämienaufschlag umgeht und im idealfall sogar weniger Beiträge zahlen muss: Der Krankenversicherer muss die Versicherten mindestens zwei Monate im Voraus über die Erhöhung informieren und diesen eine Kündigungsfrist von einem Monat gewähren. Diese Frist läuft in vielen Fällen Ende Mai ab. Die betroffenen Versicherten dürfen nun die Krankenkasse wechseln, dabei gelten die selben Regeln,wie bei einem ordentlichen Aufschlag Ende Jahr.

In anderen Worten: Der Krankenkassenblog rät seinen Leserinnen und Leser die von einer unterjährigen Prämienerhöhung betroffen sind, einen Kassenwechsel mindestens in Erwägung zu ziehen. Einen aktuellen Prämienvergleich finden Sie beispielsweise bei Comparis.ch

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